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Feuerbestattungen Cuxhaven
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„Als meine Großmutter starb und eingeäschert werden sollte, waren wir alle entsetzt über die wochenlange Wartezeit. Das ist mental für die Angehörigen nur sehr schwer auszuhalten. Ich war damals jung und fragte mich: Was machen die denn so lange mit meiner Oma? Man hatte die Vorstellung von einem dunklen Loch, wo die Verstorbenen verschwinden, und der Aberglaube, der herrschte, bewirkte die Vorstellung, dass die Toten sich ein letztes Mal aufbäumten. Hinzu kam, dass Gerüchten Tür und Tor geöffnet waren. Umso angenehmer überrascht war ich, als ich das Krematorium in Stade, das erste private seiner Art, besichtigen durfte. Dort war alles sauber, transparent und angenehm. Deshalb übernahm ich gerne die Betriebsleitung in Cuxhaven. Als meine Mutter starb und eingeäschert wurde, hatte ich ein gutes Gefühl.

 

Ich war übrigens auf ihren eigenen Wunsch nicht dabei. Aber mein Vater war so beeindruckt von der würdevollen Zeremonie, dass er mich hier regelmäßig mit Freunden und Bekannten besuchen kommt, um ihnen zu zeigen, dass es auch anders geht. Als mein Großvater starb sagte man noch zu uns Kindern: ‚Geht mal auf euer Zimmer.’ Es wurde geschwiegen, die Erwachsenen weinten und sagten nicht, warum. Man musste mit seinen Albträumen leben. In meiner Familie wird das Thema Tod nicht tabuisiert, meine Frau und ich sprechen auch mit unserer kleinen Tochter darüber. Sie hat sich von ihrer Oma am offenen Sarg verabschiedet. Mein Vater möchte hier eingeäschert werden, und es ist für mich Ehrensache, dass ich ihn bis zum Schluss begleite.

Hans-Jörg Stachowitz, Betriebsleiter und Krematoriumstechniker Feuerbestattungen Cuxhaven